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PARKETT, BÖDEN AUS HOLZWERKSTOFFEN
UND VINYL

Nützliche Informationen über Holzböden, Parkette, Laminat, Vinyl und Kork

Was ist ein Massivparkett? Wann wird ein 2- und wann ein 3-Schicht-Parkett verwendet? Was ist der Unterschied zwischen einem Laminat- und einem Vinyl-Boden? Hier finden Sie das wichtigste in Kürze:

Massivparkett

Die Riemen (Dielen) eines Massivparketts bestehen aus einem massiven Stück Holz. Sie sind industriell getrocknet, gehobelt und meist mit Nut und Kamm versehen. Massivholzdielen werden in die Nut auf den Untergrund geschraubt oder genagelt, in einigen Fällen auch geleimt. Massivparkette können durch ihre dicke Nutzschicht viele Male nachgeschliffen werden. Es ist zu beachten, dass massive Holzböden quellen (Sommer) und schwinden (Heizperiode) und dadurch Spalten entstehen können. Dies gehört zum Charme eines Massivparketts. In der Regel wird Massivparkett verlegt, anschliessend geschliffen und geölt. Es sind jedoch auch fertig vorbehandelte Massivparkette auf dem Markt.

Tafelparkett

Beim Tafelparkett sind die Muster schon vorfabriziert zu Verlegeeinheiten in Tafelform zusammengefasst. Die fertigen Tafeln werden dann auf der Baustelle zu einem Boden zusammengefügt. Tafelparkett kann aus Vollholz oder einer Trägerplatte mit einer Nutzschicht (min. 5 mm) bestehen.

Lamparkett

Lamparkett besteht aus Vollholz, ist jedoch dünner als Massivparkett und verfügt über keine seitliche Verbindung. Es muss deshalb zwingend auf ebene und tragende Böden verlegt, respektive geklebt werden.

2-Schicht Parkett

Das 2-Schicht-Parkett setzt sich aus einer Nutz- und einer Trägerschicht zusammen. Die Nutzschicht besteht aus 4 - 6 mm Vollholz. Die Trägerschicht besteht entweder aus massivem Fichtenholz, Sperrholz oder einer Holzfaserplatte. Zweischicht-Parkett wird immer vollflächig auf eine ebene und druckfeste Unterlage verklebt. Im Normalfall ist Zweischicht-Fertigparkett werkseitig vor- oder fertig-oberflächenbehandelt (geölt oder versiegelt), er kann aber auch roh oder vorgeschliffen verlegt werden. Die Endbehandlung erfolgt in diesem Fall nach dem Einbau. Der 2-Schicht Parkett wird oft als Objektboden verwendet und in Kombination mit Bodenheizungen. Durch die Verlegeart und den Aufbau leitet er die Wärme der Bodenheizung besser in den Raum als ein 3-Schicht-Parkett.

3-Schicht-Parkett

Dreischicht-Parkett besteht aus einer ca. 4 mm starken Nutzschicht, einer Mittellage aus massivem Kiefernholz und der dritten Schicht, der Trägerschicht. Diese Konstruktion erlaubt es, den Parkettboden „schwimmend“ (nicht auf Unterboden verklebt) zu verlegen. Die Parkett-elemente werden durch Nut und Kamm miteinander verbunden. Hierzu gibt es zwei Systeme: Die gesteckte „Clic-Verbindung“ oder das Verleimen in Nut und Kamm. Als Trennlage zwischen Boden und Parkett wird ein Vlies eingesetzt. Im Normalfall ist Dreischicht-Fertigparkett werkseitig vor- oder fertig-oberflächenbehandelt (geölt oder versiegelt). Der 3-Schicht-Parkett kann auch auf nicht ganz ebene Böden verlegt werden und eignet sich deshalb insbesondere auch für Renovationen.

Furnierparkett

Furnierparkett ist ein Kompromiss zwischen Mehrschichtparkett und Laminat. Vom Aufbau her ähnelt er stark dem Laminat, allerdings besteht die Dekorschicht nicht aus Kunststoff sondern aus Echtholz. Im Unterschied zu Mehrschichtparkett ist diese Schicht aber extrem dünn. Durch den geringen Echtholz-Anteil bietet Furnierparkett den Vorteil, dass auch teurere und edlere Holzarten erschwinglich werden. Die sehr dünne Holzschicht (ca. 1 mm) lässt sich jedoch nicht abschleifen, womit Schäden nur schwer zu beheben sind.

Laminat

Laminatfussböden bestehen aus einer Trägerschicht, meist Span- oder Faserplatte, der dünnen Dekorschicht, welche meist das Aussehen eines hochwertigen Materials optisch nachempfindet und einer strapazierfähigen Melamin-Oberfläche. Der Gestaltung der Dekore von Laminatböden sind fast keine Grenzen gesetzt, was viele Hersteller für moderne und freche Dekoren nutzen. Der häufige Einsatz von Laminat hat der Bodenbelag seinem guten Preis-/Leistungsverhältnis zu verdanken. So verfügt er über aussergewöhnliche Eigenschaften wie der hohen Beständigkeit gegen Druck und Stossbeanspruchung, Fleckenunempfindlich-keit, Stuhlrolleneignung, Lichtechtheit, Masshaltigkeit oder der Dickenquellung bei Feuchtigkeit, um nur einige zu nennen. Aufgrund seines Aufbaus kann ein Laminat nicht abgeschliffen werden.

Vinyl

Ein Vinylboden besteht hauptsächlich aus Kunststoff (PVC). Auf den ersten Blick ist ein echter Holz- oder Steinboden optisch kaum von einem hochwertigen Vinylboden zu unterscheiden. Die Optik der Naturbeläge wird auf den Bodenbelag gedruckt, bei hochwertigen Produkten sogar mit der für Holz typischen Struktur. Dadurch wirken die Böden sehr natürlich. PVC lässt sich sehr gut einfärben, daher ist das Spektrum an Farben, Texturen, Mustern und Effekten sehr gross. Meist ist der Vinylbelag auf einer Trägerplatte angebracht und wie ein Laminat- oder Parkettboden zu verlegen. Als Boden weist Vinyl interessante Eigenschaften auf. So fühlt er sich beim Be-gehen angenehm an, ist sehr robust, einfach zu reinigen, und er ist im Gegensatz zu Naturhölzern lichtecht. Seine geringe Dicke macht Vinyl zudem zum idealen Boden für Renovationen.

Nutzungsklassen für Laminat- und Vinylböden

Bei der Wahl des richtigen Laminat- oder Vinylbodens spielt die Nutzung eine wichtige Rolle. Um die Wahl zu erleichtern, wurden unterschiedliche Nutzungsklassen eingeführt. Dabei bezeichnen die Klassen 21, 22 und 23 Nutzungen im Privatbereich. Für den gewerblichen Bereich sind die Klassen 31 bis 33 vorgesehen.

NK 21 - privater oder Wohnbereich mit geringer Nutzung (Schlaf- oder Esszimmer)

NK 22 - privater oder Wohnbereich mit mittlerer Nutzung (Kinderzimmer)

NK 23 - privater oder Wohnbereich mit starker Nutzung (Küche, Wohnzimmer, Diele)

NK 31 - gewerblicher oder öffentlicher Bereich mit geringer Nutzung (Hotelzimmer)

NK 32 - gewerblicher oder öffentlicher Bereich mit mittlerer Nutzung (Konferenzraum, Arztpraxis)

NK 33 – gewerblicher oder öffentlicher Bereich mit starker Nutzung (Verkaufs- oder Empfangsraum)

Korkböden

Korkböden bestehen aus gepresstem Korkgranulat und je nach Fabrikat zusätzlich aus einer Träger und/oder einer Deckschicht. Korkböden bestechen vor allem durch ihre Elastizität: Sie sind trittschallmindernd und entlasten die Wirbelsäule und die Gelenke. Korkböden werden meist als Fliesen verlegt und geklebt. Heute sind auch Produkte mit Nut und Kamm für eine schwimmende Verlegung erhältlich. Auch werden Korkböden teilweise mit als Untergrund für andere Böden wie Vinyl oder Laminat eingesetzt, um die Eigenschaften der unterschiedlichen Materialien zu kombinieren.

Wann muss ein Bodenbelag ersetzt werden?

Die Lebensdauer eines Bodenbelages hängt stark von der Art des Belages und dessen Beanspruchung ab. Anhaltspunkte darüber gibt die Paritätische Lebensdauertabelle, herausgegeben vom Schweizerischen Hauseigentümerverband (HEV) und vom Mieterinnen- und Mieterverband Deutschschweiz (MV):