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Ein Holzhaus voller Poesie

Bauherrschaft

Gemeinde Spiez

Holzbau

Boss Holzbau AG, Thun

Architekten

Bauzeit Architekten GmbH, Biel

Bauleitung

Beutler Breitenstein Röthlisberger AG, Thun

Ingenieur Holzbau

Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain

Schriften

Susanne Dubs, Magglingen

Material

210 m³ Konstruktionsholz
1100 Stk. 10er Hölzer
8,5 t Eisenteile
343 Holzbau-Elemente
180 Tonnen Splitt

Aufbau Wandelemente

Fassadenhölzer 10/10 auf Distanzscheiben
Schalung Tanne sägeroh
Kreuzrost
Tyvek Unterdeckbahn
DWD Holzfaserplatte 16 mm
2 x 140 mm Flumroc Typ1
OSB-Platte 15 mm
3-Schichtplatte 19 mm, Oberfläche gelaugt

Aufbau Deckenelemente

Decke abgehängt
3-Schichtplatte 40 mm
Balkenlage H 320 mm
Splitt-Füllung 140 mm
3-Schichtplatte 40 mm
Fermacell 15 mm
Trittschalldämmung
Unterlagsboden geschliffen

Aufbau Dachelemente

Decke abgehängt
3-Schichtplatte 27 mm
Ständerhöhe 28 cm
3-Schichtplatte 27 mm
Dampfbremse bituminös
Dämmung 240 mm
Sarnafil Dachfolie
Wurzelschutzflies
Extensive Begrünung

Bibliothek / Ludothek Spiez
Bibliothek / Ludothek Spiez

Die Gemeinde Spiez realisierte einen modernen und attraktiven Holzbau für die neue Bibliothek und Ludothek. Im Obergeschoss fand zudem die Verwaltung Platz.

 

Im Sommer 2012 stimmten die Spiezer Stimmberechtigten mit grosser Mehrheit für eine neue Bibliothek und Ludothek; sie stiess am alten, provisorischen Standort schon lange an ihre Grenzen. Für den Neubau beim Gemeindehaus musste das „Fausterhaus“ aus dem späten 19. Jahrhundert weichen, nachdem klar geworden war, dass eine Umnutzung dieses Gebäudes weder räumlich noch ökonomisch und ökologisch Sinn macht.

„Buchwert“ ist der Name des Projektes der Bauzeit Architekten GmbH aus Biel, welches als Sieger aus einem Wettbewerb hervorging. Das pavillonartige Gebäude gliedere sich feinfühlig in die Umgebung ein und respektiere die historische Gesamtanlage, befand das Preisgericht.

Tatsächlich passt sich der doppelgeschossige Bau als unregelmässiger Eckbau in das Grundstück zwischen die Strasse und den Rebberg ein und vermag das beachtliche Volumen elegant zu kaschieren.

Auf der Grundplatte von ca. 850 m2 wurden rund um den Betonkern mit dem Lift und dem Treppenhaus insgesamt 343 Holz-Elemente in 4 Etappen gefertigt und aufgerichtet. Im Erdgeschoss profitieren die Bibliothek- und Ludothekräume von der Grosszügigkeit des Baus. Die abgehängte Decke aus gelaugten Fichtenleisten unterstützt das weitläufige Raumgefühl und wird nur durch die unregelmässig platzierten Deckenleuchten unterbrochen, welche sich wiederum an den Gestellen orientieren. Die Büroräume der Verwaltung im Obergeschoss wurden in Trockenbauweise unterteilt.

Der eigentliche Blickfang ist die Fassade. Mit seinen unregelmässig der eigentlichen, sägerohen Holzfassade vertikal vorgesetzten 10er-Hölzern erinnert das Gebäude an ein volles Büchergestell. Unterstützt wird diese Gestaltungsidee durch 100 Buchtitel, welche in die Fassadenelemente gefräst wurden und so Bücherrücken stilisieren. Die Hölzer brechen zudem die grossen Fensterflächen, ohne den Lichteinfall zu beeinträchtigen. Die dadurch entstehenden wandernden Schatten im Innern schützen die Bücher vor dauernden Sonneneinwirkung und damit vor vergilben.

Das Holz für die Bibliothek/Ludothek Spiez stammt ausschliesslich aus heimischen Wäldern. Allgemein wurde grosser Wert auf Details gelegt. So wurden zum Beispiel die verwendeten Schrauben für die Fassade speziell in der entsprechenden Farbe galvanisiert.

Die Dachfläche wird vermietet und für Sonnenkollektoren genutzt.

Die HG COMMERCIALE sorgte als Zulieferer für den Einkauf, die Lagerung und zeitgerechte Bereitstellung der Holzwerkstoffe und ergänzenden Materialien.


Lebendig und anspruchsvoll

Die Überbauung «Malerberg» besticht durch ihre verspielte und doch strukturierte Fassade. Eine Herausforderung für den Fassadenbauer und seine Partnerin, die HGC.

Bauherr

Stefan Back Immobilien AG
Lindenpark 3
8597 Landschlacht

Architektur bis Baubewilligung

Werner Keller Architekturbüro AG
Feldhofstrasse 14
8570 Weinfelden

Ausführungsplanung
und gesamte Realisierung/Bauleitung

Ebneter Partner AG
Amriswilerstrasse 57
8570 Weinfelden

Ausführende Firma Gebäudehülle

Wanzenried Fassaden AG
Schlosshaldenstrasse 10
8570 Weinfelden

Der «Malerberg»: Eine Lücke wird geschlossen

Mitten im Thurgauer Städtchen Weinfelden, an der Ecke Bank- und Bahnhofstrasse, lag jahrelang ein Stück Bauland brach. In den vergangenen zwei Jahren wurde diese Lücke mit der attraktiven Überbauung «Malerberg» geschlossen; ein doppelter Gewinn, sowohl für das Quartier als auch für die gesamte Ortschaft.

Das Projekt versucht, die charakteristischen Eigenschaften des betroffenen Dorfteils aufzunehmen. Kein einfaches Unterfangen, grenzt doch nördlich auf dem markanten Geländesprung der «Eigenhof», ein stattlicher Riegelbau, an das Gelände. Südlich, östlich und westlich dominieren jedoch Blockrandbebauungen oder eher zufällig aufgereihte Gebäude das Bild.
Die drei kompakten Baukörper des «Malerberg» lehnen sich mit ihren Giebeldächern an die traditionelle Bebauung an. Hofseitige Laubengangkonstruktionen erschliessen die 19 Zweieinhalb - bis Vier-zimmerwohnungen, die Balkone sind als Loggien in die Baukörper integriert. Die Häuser sind in Massivbauweise mit tragenden Zwischenwänden und Betondecken, die Dachgeschosse in Holzelementbauweise errichtet. Die Dachflächen sind mit anthrazitfarbenen Tonziegeln eingedeckt, für die Spenglerarbeiten wurde Kupferblech gewählt. Dachflächenfenster versorgen die Dachwohnungen mit zusätzlichem Tageslicht.


Ein fröhliches Zuhause für Kinder

Bauherrschaft

Primarschule Affoltern am Albis

Architekt

illiz architektur GmbH, Zürich

Ausführende Firma

Markus Schnider, Bedachungen
Dorfstrasse 14, 8906 Bonstetten

Material

Fassadenschiefer Swisspearl
3 x 200 x 200 mm in 4 Farben

Ein fröhliches Zuhause für die Kindergärtner

Der Kindergarten Spittel in Affoltern am Albis aus dem Jahr 1968, ein für diese Zeit typischer Backsteinbau, stiess an seine Grenzen. Bereits für das Schuljahr 2010/11 musste ein provisorischer Pavillon angegliedert werden, um die kantonalen Anforderung nach Gruppenräumen zu erfüllen. Es fehlten Materialräume und Arbeitsplätze für die Lehrpersonen, und eine Analyse der Bausubstanz brachte grosse Defizite zu Tage. Die Primarschule Affoltern entschloss sich aus diesen Gründen, den Kindergarten von Grund auf zu sanieren und aufzustocken. Mit dem Schuljahresbeginn
2014/15 konnten die Kindergärtner nun ihre neuen Räume beziehen. Der Bau überzeugt durch seine klaren Formen und mit seiner fröhlichen Fassade, welche die Lebensfreude der jungen Bewohner nach aussen trägt und sich wohltuend von den umliegenden Wohnhäusern abhebt. Das Farbenspiel mit Fassadenschiefer aus Swisspearl-Rechteckstreifen in gelb, weiss und Grautönen erinnert an tanzende Sonnenstrahlen auf einem See.